Nabelschnurblut einlagern Kosten

Viele werdende Eltern fragen sich, was das Einlagern von Nabelschnurblut kostet. Die kurze Antwort: Je nach Anbieter und Paket liegt man bei etwa 2.500 bis 6.500 Euro – oder umgerechnet zwischen 10 und 20 Euro pro Monat. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht, da es sich um eine private Gesundheitsvorsorge handelt. Auf dieser Seite findest du einen vollständigen Preisvergleich aller relevanten Anbieter, eine Aufschlüsselung der Kostenfaktoren und Tipps, wie du beim Einlagern sparen kannst.

Was kostet Nabelschnurblut einlagern? Der Überblick

Auf den ersten Blick klingen die Summen enorm: Mehrere tausend Euro muss man hinlegen, wenn man das Nabelschnurblut privat einlagern lassen will. Ein Grund hierfür ist, dass die Aufbewahrung aufwändig ist und es bisher nur wenige Anbieter und Labore dafür gibt. Bei fast minus 200 Grad Celsius muss das Nabelschnurblut gelagert werden, damit es langfristig nutzbar bleibt.

Schaut man sich die Kosten aber auf die Dauer der Aufbewahrung umgerechnet an, wirken sie am Ende fast moderat. Hier eine Übersicht der beiden großen Anbieter in Deutschland:

Preisvergleich: eticur vs. Vita34

EinlagerungeticurVita34
Nur Nabelschnurblut
Flexibel, jährlich kündbar995 € + 145 €/Jahr1.290 € + 150 €/Jahr
18 Jahre Pauschalpreis2.995 €3.090 €
50 Jahre Pauschalpreis5.190 €
Nabelschnurblut + Nabelschnurgewebe
Flexibel, jährlich kündbar1.495 € + 195 €/Jahr1.890 € + 180 €/Jahr
18 Jahre Pauschalpreis3.995 €4.050 €
50 Jahre Pauschalpreis6.570 €

Gut zu wissen: Beide Anbieter gehören seit 2020/2021 zur FamiCord-Gruppe und nutzen dasselbe GMP-zertifizierte Labor in Leipzig. Die medizinische Qualität der Einlagerung ist also identisch – die Unterschiede liegen vor allem bei Preis, Laufzeiten und Zusatzleistungen.

Was kostet es pro Monat? Die Umrechnung

Die Gesamtsummen wirken hoch, aber heruntergebrochen auf den Monat relativiert sich das deutlich:

PaketGesamtpreisPro MonatPro Tag
eticur Blut, 18 Jahre2.995 €~13,86 €~0,46 €
Vita34 Blut, 18 Jahre3.090 €~14,31 €~0,48 €
eticur Blut+Gewebe, 18 J.3.995 €~18,50 €~0,62 €
Vita34 Blut+Gewebe, 18 J.4.050 €~18,75 €~0,63 €
Vita34 Blut, 50 Jahre5.190 €~8,65 €~0,28 €
Vita34 Blut+Gewebe, 50 J.6.570 €~10,95 €~0,37 €

Wer also auf zwei Schachteln Zigaretten oder drei Cappuccino im Monat verzichtet, hat das Geld für die Nabelschnurblut-Einlagerung schon drin. Bei den 50-Jahres-Paketen von Vita34 liegt man sogar unter 30 Cent pro Tag.

Woraus setzen sich die Kosten zusammen?

Der Preis für eine Nabelschnurblut-Einlagerung ist kein einzelner Posten, sondern setzt sich aus mehreren Leistungen zusammen:

  • Entnahmeset und Transportbox: Die temperaturgeschützte Transportbox mit sterilem Entnahmeset, die du mit in die Klinik nimmst.
  • Spezialkurier: Der Transport des Nabelschnurbluts von der Klinik ins Labor unter kontrollierten Bedingungen.
  • Laboraufbereitung: Testung auf Viren und Verunreinigungen, Qualitätsprüfung und professionelle Aufbereitung im GMP-zertifizierten Reinraumlabor.
  • Kryokonservierung: Das eigentliche Einfrieren bei minus 180°C in speziellen Sicherheitstanks mit flüssigem Stickstoff.
  • Langzeitlagerung: Die dauerhafte Aufbewahrung über die gewählte Vertragslaufzeit mit permanenter Überwachung der Lagerbedingungen.
  • Zweite Blutuntersuchung: Eine Nachuntersuchung etwa sechs Monate nach der Geburt, um eventuelle Infektionen auszuschließen, die zum Zeitpunkt der Geburt noch nicht nachweisbar waren.

Flexibles Abo oder Pauschalpaket: Was lohnt sich?

Beide Anbieter bieten zwei Zahlungsmodelle an. Die Entscheidung hängt von deiner finanziellen Situation und Planung ab:

Flexibles Jahresabo

Du zahlst eine einmalige Startgebühr (995–1.890 € je nach Anbieter und Umfang) und dann jährlich einen Betrag für die Aufbewahrung (145–195 €). Vorteil: Niedrigere Anfangsinvestition und jährliche Kündbarkeit (Mindestlaufzeit meist 2 Jahre). Nachteil: Auf lange Sicht teurer als ein Pauschalpaket. Über 18 Jahre gerechnet zahlst du beim Jahresabo rund 300–500 € mehr als beim Pauschalpreis.

Pauschalpaket (18 oder 50 Jahre)

Du zahlst einmalig einen Festpreis und bist für die gesamte Laufzeit abgesichert – ohne weitere jährliche Kosten. Vorteil: Langfristig günstiger und kein Verwaltungsaufwand. Nachteil: Höhere Einmalzahlung. Beide Anbieter bieten aber Ratenzahlung an, um die Belastung zu verteilen.

Unsere Einschätzung: Wer sich für die Einlagerung entscheidet, fährt mit dem 18-Jahres-Pauschalpaket in den meisten Fällen am besten. Die Ersparnis gegenüber dem Jahresabo summiert sich über die Jahre, und man hat das Thema einmalig erledigt.

Zusatzkosten: Was kann noch dazukommen?

Nabelschnurgewebe

Die Kombipakete (Blut + Gewebe) kosten rund 1.000 Euro mehr als die reinen Blut-Pakete. Dafür werden zusätzlich mesenchymale Stammzellen aus dem Nabelschnurgewebe eingelagert, die für zukünftige Therapien bei Arthrose, neurologischen Erkrankungen oder Geweberegeneration erforscht werden.

Vorsorge-Screening (nur Vita34)

Vita34 bietet optional ein DNA-Screening an, bei dem das Blut des Kindes auf fünf genetische Veranlagungen untersucht wird, die in normalen Vorsorgeuntersuchungen nicht abgedeckt sind: Antibiotika-Unverträglichkeit, AAT-Mangel, Fruktose-Intoleranz, Laktoseintoleranz und Glutenintoleranz.

Familienoption (nur Vita34)

Bei Vita34 gibt es die Familienoption, bei der geprüft wird, ob das eingelagerte Nabelschnurblut auch für Geschwisterkinder geeignet wäre. Diese Option ist bei Vita34 exklusiv und in bestimmten Paketen enthalten.

Zahlt die Krankenkasse die Einlagerung?

Nein. Die private Einlagerung von Nabelschnurblut wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Auch private Krankenversicherungen erstatten die Kosten in der Regel nicht. Die Begründung: Es handelt sich um eine freiwillige Vorsorgeleistung, nicht um eine medizinisch notwendige Maßnahme.

Eine Ausnahme kann bestehen, wenn in der Familie bereits eine Erkrankung vorliegt, bei der eine Stammzelltransplantation absehbar nötig sein könnte. In solchen Fällen lohnt es sich, vorab bei der Krankenkasse nachzufragen.

Steuerlich absetzbar? Die Kosten für die Einlagerung lassen sich unter Umständen als außergewöhnliche Belastung in der Steuererklärung geltend machen. Ob das Finanzamt dies anerkennt, hängt vom Einzelfall ab – eine Garantie gibt es nicht. Ein Steuerberater kann hier weiterhelfen.

So kannst du bei der Einlagerung sparen

Es gibt mehrere Wege, die Kosten für die Nabelschnurblut-Einlagerung zu senken:

  • Unsere Gutscheine nutzen: Sowohl für eticur (150 € sparen) als auch für Vita34 (150 € sparen) bieten wir Gutscheine an.
  • Pauschalpaket statt Jahresabo: Über 18 Jahre sparst du mit dem Pauschalpreis mehrere hundert Euro gegenüber dem flexiblen Modell.
  • Geschwisterrabatte: Beide Anbieter bieten Treuerabatte für Familien, die beim zweiten oder dritten Kind erneut einlagern.
  • Mehrlingsrabatte: Bei Zwillingen oder Drillingen gibt es Sonderkonditionen.
  • Ratenzahlung: Vita34 bietet Finanzierungen mit Laufzeiten von 3 bis 12 Monaten an. Auch eticur ermöglicht Ratenzahlung auf Anfrage.
  • uniVersa-Versicherte: Wer bei der uniVersa versichert ist, erhält bei eticur einen zusätzlichen Preisvorteil.

Nabelschnurblut einlagern Kosten: Lohnt sich das?

Ob sich die Kosten lohnen, muss am Ende jede Familie für sich entscheiden. Hier ein paar Perspektiven, die bei der Abwägung helfen:

Dafür spricht: Die Stammzellforschung entwickelt sich rasant. Aktuell gibt es über 80 Indikationen, bei denen Nabelschnurblut eingesetzt wird, und die Zahl wächst stetig. Die Stammzellen können nur einmal gewonnen werden – direkt nach der Geburt. Wer diese Chance verstreichen lässt, hat sie unwiderruflich verpasst. Und bei unter 15 Euro pro Monat für 18 Jahre ist die finanzielle Belastung überschaubar.

Dagegen spricht: Die statistische Wahrscheinlichkeit, das eigene eingelagerte Nabelschnurblut tatsächlich zu benötigen, ist gering. Die meisten Therapien befinden sich noch im Forschungsstadium. Und wer das Geld anderweitig anlegt – etwa in einen ETF-Sparplan für das Kind – hat nach 18 Jahren ebenfalls einen schönen Betrag zusammen.

Wir haben uns als Eltern für die Einlagerung entschieden, weil wir diese einmalige Chance nicht verpassen wollten. Ob ihr das genauso seht, ist natürlich eure Entscheidung. Auf unserer Startseite haben wir weitere Pro- und Contra-Argumente zusammengefasst.

Häufige Fragen zu den Kosten (FAQ)

Was kostet Nabelschnurblut einlagern in Deutschland?

Die Kosten liegen je nach Anbieter und Paket zwischen ca. 2.500 und 6.500 Euro. Für eine 18-jährige Einlagerung von Nabelschnurblut zahlt man bei eticur 2.995 Euro und bei Vita34 3.090 Euro. Kombipakete mit Nabelschnurgewebe kosten rund 1.000 Euro mehr.

Wie viel kostet Nabelschnurblut einlagern pro Monat?

Beim günstigsten 18-Jahres-Pauschalpaket (eticur, nur Blut, 2.995 €) sind es rund 13,86 Euro pro Monat. Bei den 50-Jahres-Paketen von Vita34 sinkt der monatliche Betrag auf unter 9 Euro.

Bezahlt die Krankenkasse die Nabelschnurblut-Einlagerung?

Nein. Die private Einlagerung wird weder von gesetzlichen noch von privaten Krankenkassen übernommen. Ausnahmen können bestehen, wenn in der Familie bereits eine Erkrankung vorliegt, bei der eine Stammzelltransplantation nötig sein könnte.

Kann man die Kosten steuerlich absetzen?

Unter Umständen ja, als außergewöhnliche Belastung. Ob das Finanzamt dies anerkennt, hängt vom Einzelfall ab. Eine Rücksprache mit einem Steuerberater ist empfehlenswert.

Was ist günstiger – eticur oder Vita34?

Bei den Pauschalpaketen ist eticur minimal günstiger (ca. 50–100 € Unterschied). Beim flexiblen Jahresabo hat eticur die niedrigere Startgebühr (995 € vs. 1.290 €), Vita34 dafür etwas niedrigere Jahresgebühren beim Kombipaket (180 € vs. 195 €). Die Unterschiede sind insgesamt gering. Beide Anbieter nutzen dasselbe Labor.

Gibt es versteckte Kosten bei der Nabelschnurblut-Einlagerung?

Nein. Beide Anbieter kommunizieren ihre Preise transparent. Im Pauschalpreis sind alle Leistungen enthalten – von der Box über den Transport bis zur Langzeitlagerung. Zusatzkosten entstehen nur, wenn man optionale Extras wie das Vorsorge-Screening (nur Vita34) hinzubucht.

Was kostet die Einlagerung von Nabelschnurgewebe zusätzlich?

Die Kombipakete (Blut + Gewebe) kosten rund 1.000 Euro mehr als die reinen Blut-Pakete. Bei eticur sind es 3.995 € statt 2.995 € für 18 Jahre, bei Vita34 4.050 € statt 3.090 €.

Wie kann ich bei der Einlagerung sparen?

Am meisten sparst du durch unsere Gutscheine (je 150 € bei eticur und Vita34). Zusätzlich ist das Pauschalpaket langfristig günstiger als das Jahresabo, und bei Geschwisterkindern gibt es Treuerabatte.

Fazit: Anbieter vergleichen und Gutschein nutzen

Die Kosten für das Einlagern von Nabelschnurblut sind eine einmalige Investition in eine mögliche medizinische Zukunft eures Kindes. Bei unter 15 Euro pro Monat für das 18-Jahres-Paket ist die Belastung überschaubar. Fordert euch ruhig von den Anbietern die Info-Materialien an und lest sie euch zu Hause in Ruhe durch. Nach einem Vergleich von Leistungen und Preisen könnt ihr dann entscheiden, ob und welcher Anbieter für euch in Frage kommt.

Ausführliche Informationen zu den einzelnen Anbietern findet ihr auf unseren Detailseiten zu eticur und Vita34. Und vergesst nicht, unsere Gutscheine zu nutzen – so spart ihr nochmal 150 Euro.