Nabelschnurblut einlagern Kosten 2026

Stand: September 2026

Was kostet es, Nabelschnurblut einzulagern? Die kurze Antwort: Je nach Anbieter und Paket zahlt ihr für 18 Jahre rund 3.000 bis 4.000 Euro, für 50 Jahre bis zu 6.570 Euro. Das sind etwa 9 bis 19 Euro pro Monat. Ob man es „Nabelschnurblut einlagern“ oder „Stammzellen einfrieren“ nennt: Gemeint ist dasselbe, und die Nabelschnurblut Kosten sind dieselben. Die Krankenkasse zahlt in der Regel nicht, es gibt aber einzelne Ausnahmen und mehrere Wege zu sparen.

Tipp: Mit unseren Gutscheinen spart ihr bei Vita34 und eticur jeweils 150 Euro.

Was kostet Nabelschnurblut einlagern? Der Überblick

Auf den ersten Blick klingen die Summen hoch. Ein Grund dafür ist, dass die Aufbewahrung aufwändig ist: Das Nabelschnurblut wird im Labor getestet, aufbereitet und bei fast minus 200 Grad Celsius über viele Jahre gelagert. Auf die Laufzeit umgerechnet wirken die Kosten deutlich moderater. Hier die beiden großen Anbieter in Deutschland im Vergleich:

Preisvergleich: eticur vs. Vita34

EinlagerungeticurVita34
Nur Nabelschnurblut
Flexibel, jährlich kündbar995 € + 145 €/Jahr1.290 € + 150 €/Jahr
18 Jahre Pauschalpreis2.995 €3.090 €
50 Jahre Pauschalpreis–5.190 €
Nabelschnurblut + Nabelschnurgewebe
Flexibel, jährlich kündbar1.495 € + 195 €/Jahr1.890 € + 180 €/Jahr
18 Jahre Pauschalpreis3.995 €4.050 €
50 Jahre Pauschalpreis–6.570 €

Gut zu wissen: Beide Anbieter gehören zur FamiCord-Gruppe und nutzen dasselbe GMP-zertifizierte Labor in Leipzig. Die Unterschiede liegen vor allem bei Preis, Laufzeiten und Zusatzleistungen. Die Anbieter bieten zeitweise Aktionspreise an. Es lohnt sich, die aktuellen Konditionen beim Anbieter direkt zu erfragen.

Was kostet es pro Monat?

Heruntergebrochen auf den Monat relativieren sich die Gesamtsummen deutlich:

PaketGesamtpreisPro MonatPro Tag
eticur Blut, 18 Jahre2.995 €ca. 13,86 €ca. 0,46 €
Vita34 Blut, 18 Jahre3.090 €ca. 14,31 €ca. 0,48 €
eticur Blut + Gewebe, 18 Jahre3.995 €ca. 18,50 €ca. 0,62 €
Vita34 Blut + Gewebe, 18 Jahre4.050 €ca. 18,75 €ca. 0,63 €
Vita34 Blut, 50 Jahre5.190 €ca. 8,65 €ca. 0,28 €
Vita34 Blut + Gewebe, 50 Jahre6.570 €ca. 10,95 €ca. 0,37 €

Beim 18-Jahres-Paket entspricht das also etwa dem Preis von drei bis vier Cappuccino im Monat. Bei den 50-Jahres-Paketen von Vita34 liegt man sogar unter 40 Cent pro Tag.

Woraus setzen sich die Kosten zusammen?

Der Preis für eine Nabelschnurblut-Einlagerung umfasst mehrere Leistungen:

  • Entnahmeset und Transportbox: die temperaturgeschützte Box mit sterilem Entnahmeset, die ihr mit in die Klinik nehmt.
  • Spezialkurier: der Transport von der Klinik ins Labor unter kontrollierten Bedingungen.
  • Laboraufbereitung: Testung auf Viren und Verunreinigungen, Qualitätsprüfung und Aufbereitung im GMP-zertifizierten Reinraumlabor.
  • Kryokonservierung: das Einfrieren bei rund minus 180 °C in Sicherheitstanks mit flüssigem Stickstoff.
  • Langzeitlagerung: die Aufbewahrung über die gewählte Laufzeit mit permanenter Überwachung.
  • Zweite Blutuntersuchung: eine Nachuntersuchung etwa sechs Monate nach der Geburt, um später nachweisbare Infektionen auszuschließen.

Flexibles Abo oder Pauschalpaket: Was lohnt sich?

Beide Anbieter bieten zwei Zahlungsmodelle an.

Flexibles Jahresabo

Ihr zahlt eine einmalige Startgebühr (995 bis 1.890 € je nach Anbieter und Umfang) und danach jährlich 145 bis 195 € für die Aufbewahrung. Vorteil: geringere Anfangsinvestition und jährliche Kündbarkeit (Mindestlaufzeit meist 2 Jahre). Nachteil: Über 18 Jahre gerechnet zahlt ihr rund 300 bis 500 € mehr als beim Pauschalpreis.

Pauschalpaket (18 oder 50 Jahre)

Ihr zahlt einmalig einen Festpreis ohne weitere jährliche Kosten. Vorteil: langfristig günstiger und kein Verwaltungsaufwand. Nachteil: höhere Einmalzahlung. Beide Anbieter bieten aber Ratenzahlung an.

Unsere Einschätzung: Wer sich für die Einlagerung entscheidet, fährt mit dem 18-Jahres-Pauschalpaket in den meisten Fällen am besten.

Zusatzkosten: Was kann noch dazukommen?

Nabelschnurgewebe

Die Kombipakete (Blut + Gewebe) kosten rund 1.000 Euro mehr als die reinen Blut-Pakete. Dafür werden zusätzlich mesenchymale Stammzellen aus dem Nabelschnurgewebe eingelagert, die unter anderem für Therapien bei Arthrose, neurologischen Erkrankungen oder zur Geweberegeneration erforscht werden.

Vorsorge-Screening (nur Vita34)

Vita34 bietet optional ein DNA-Screening an, bei dem das Blut des Kindes auf fünf genetische Veranlagungen untersucht wird: Antibiotika-Unverträglichkeit, AAT-Mangel, Fruktose-Intoleranz, Laktoseintoleranz und Glutenintoleranz.

Familienoption (nur Vita34)

Bei Vita34 gibt es die Familienoption, bei der geprüft wird, ob das eingelagerte Nabelschnurblut auch für Geschwisterkinder geeignet wäre.

Zahlt die Krankenkasse? (AOK, TK, Barmer, DAK, IKK)

Gesetzliche Krankenkassen: Nein. Die private Einlagerung von Nabelschnurblut gehört nicht zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Das gilt für die AOK genauso wie für TK, Barmer, DAK oder IKK. Früher haben einzelne Kassen freiwillige Zuschüsse gezahlt. Diese wurden aber aus rechtlichen Gründen weitgehend eingestellt. Ältere Artikel im Internet, die von Zuschüssen berichten, sind deshalb meist nicht mehr aktuell.

Ausnahme Audi BKK: Versicherte der Audi BKK erhalten laut ihrer Krankenkasse einen Preisvorteil von 200 Euro bei Vita34.

Ausnahme Geschwisterkind: Wird das Nabelschnurblut gezielt für ein bereits erkranktes Geschwisterkind eingelagert (gerichtete Spende), können die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden. Sprecht in diesem Fall vorab mit eurer Kasse.

Private Krankenversicherung: Einzelne private Versicherer unterstützen die Einlagerung. So bietet eticur uniVersa-Versicherten einen Preisvorteil, und die uniVersa erstattet in bestimmten Tarifen zusätzlich eine Vorsorgepauschale. Privat Versicherte sollten deshalb immer bei ihrer Versicherung nachfragen.

Unser Tipp: Fragt vor Vertragsabschluss beim Anbieter nach, ob eure Krankenkasse oder Versicherung eine Kooperation hat und ob sich Rabatte kombinieren lassen.

Kann man die Kosten von der Steuer absetzen?

In der Regel nicht. Nach Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs dient die Einlagerung der privaten Vorsorge und nicht der Behandlung einer bestehenden Krankheit. Vorbeugende Kosten gelten deshalb normalerweise nicht als außergewöhnliche Belastung. Wer eine besondere Situation hat, etwa ein erkranktes Geschwisterkind, sollte das mit einer Steuerberaterin oder einem Steuerberater klären.

So könnt ihr bei der Einlagerung sparen

  • Unsere Gutscheine nutzen: Sowohl für eticur (150 € sparen) als auch für Vita34 (150 € sparen) bieten wir Gutscheine an.
  • Pauschalpaket statt Jahresabo: Über 18 Jahre spart ihr mehrere hundert Euro.
  • Geschwisterrabatte: Beide Anbieter bieten Treuerabatte beim zweiten oder dritten Kind.
  • Mehrlingsrabatte: Bei Zwillingen oder Drillingen gibt es Sonderkonditionen.
  • Ratenzahlung: Vita34 bietet Finanzierungen mit 3 bis 12 Monaten Laufzeit an, eticur ermöglicht Ratenzahlung auf Anfrage.
  • Krankenkasse und Versicherung prüfen: zum Beispiel Audi BKK (Vita34) oder uniVersa (eticur).

Lohnt sich das?

Ob sich die Kosten lohnen, muss jede Familie für sich entscheiden. Eine ausführliche Abwägung findet ihr auf unserer Seite Nabelschnurblut einlagern: Pro & Contra. Kurz zusammengefasst:

Dafür spricht: Die Stammzellen können nur einmal gewonnen werden, direkt nach der Geburt. Laut den Anbietern wird Nabelschnurblut bereits bei über 80 Erkrankungen eingesetzt, und die Forschung entwickelt sich weiter. Bei rund 14 Euro pro Monat für 18 Jahre ist die Belastung überschaubar.

Dagegen spricht: Die Wahrscheinlichkeit, das eigene eingelagerte Nabelschnurblut tatsächlich zu benötigen, ist gering, und viele Therapien befinden sich noch in der Forschung. Wer das Geld stattdessen etwa in einen Sparplan für das Kind anlegt, hat nach 18 Jahren ebenfalls einen guten Betrag zusammen.

Wir haben uns als Eltern für die Einlagerung entschieden, weil wir diese einmalige Chance nicht verpassen wollten. Ob ihr das genauso seht, ist eure Entscheidung.

Häufige Fragen zu den Kosten

Was kostet Nabelschnurblut einlagern in Deutschland?

Für eine 18-jährige Einlagerung von Nabelschnurblut zahlt ihr bei eticur 2.995 Euro und bei Vita34 3.090 Euro. Kombipakete mit Nabelschnurgewebe kosten rund 1.000 Euro mehr, 50-Jahres-Pakete bei Vita34 bis zu 6.570 Euro.

Wie viel kostet es pro Monat?

Beim günstigsten 18-Jahres-Paket (eticur, nur Blut) sind es rund 13,86 Euro pro Monat. Bei den 50-Jahres-Paketen von Vita34 sinkt der Betrag auf unter 9 Euro.

Was kostet Stammzellen einfrieren?

Das Einfrieren von Stammzellen aus der Nabelschnur ist dasselbe wie das Einlagern von Nabelschnurblut. Es gelten also die Preise aus der Tabelle oben: rund 3.000 Euro für 18 Jahre, mit Nabelschnurgewebe rund 4.000 Euro.

Zahlt die AOK die Einlagerung von Nabelschnurblut?

Nein. Wie alle gesetzlichen Krankenkassen übernimmt die AOK die Kosten für die private Einlagerung nicht. Eine Ausnahme kann die gerichtete Spende für ein erkranktes Geschwisterkind sein.

Gibt es Krankenkassen mit Zuschuss oder Rabatt?

Ja, vereinzelt. Versicherte der Audi BKK erhalten 200 Euro Preisvorteil bei Vita34, und uniVersa-Versicherte können bei eticur sparen. Fragt am besten direkt beim Anbieter nach, ob eure Kasse eine Kooperation hat.

Kann man die Kosten steuerlich absetzen?

In der Regel nicht, da die Einlagerung als private Vorsorge gilt. In Sonderfällen hilft eine Steuerberatung weiter.

Was ist günstiger: eticur oder Vita34?

Bei den 18-Jahres-Paketen ist eticur etwas günstiger (ca. 50 bis 100 Euro Unterschied). Beim flexiblen Jahresabo hat eticur die niedrigere Startgebühr, Vita34 dafür beim Kombipaket die etwas niedrigere Jahresgebühr. Insgesamt sind die Unterschiede gering, beide nutzen dasselbe Labor.

Gibt es versteckte Kosten?

Nein. Im Pauschalpreis sind alle Leistungen von der Box über den Transport bis zur Langzeitlagerung enthalten. Zusatzkosten entstehen nur für optionale Extras wie das Vorsorge-Screening bei Vita34.

Wie kann ich am meisten sparen?

Am einfachsten mit unseren Gutscheinen (je 150 Euro bei eticur und Vita34). Zusätzlich ist das Pauschalpaket langfristig günstiger als das Jahresabo, und bei Geschwisterkindern gibt es Treuerabatte.

Fazit: Anbieter vergleichen und Gutschein nutzen

Die Einlagerung von Nabelschnurblut kostet für 18 Jahre rund 3.000 Euro, also etwa 14 Euro im Monat. Die Krankenkasse zahlt in der Regel nicht, einzelne Kassen und Versicherungen bieten aber Vorteile. Fordert am besten die kostenlosen Infomaterialien beider Anbieter an, vergleicht in Ruhe und nutzt unsere Gutscheine, um 150 Euro zu sparen.

Ausführliche Informationen findet ihr auf unseren Detailseiten zu eticur und Vita34.